Amazon patzt bei der Employee Advocacy
Amazon ist in vieler Hinsicht ein digitaler Vorreiter. In puncto Arbeitnehmer-Rechte hat sich der Marktführer jedoch viel Kritik anhören müssen. Die Mitarbeiter in Lager und Versand, so wird berichtet, würden streng überwacht. Sie seien schlecht bezahlt und hohem Leistungsdruck ausgesetzt. Stimmt dieses Bild? Ein Blick auf die Arbeitgeber-Bewerbungsplattform Kununu zeigt einige Kritiker auf. Um das beschädigte Image zu reparieren, und offenbar auch um sich in den USA die Gewerkschaften vom Hals zu halten, hat Amazon nun im Rahmen von Employee Advoacy seine Mitarbeiter als Fürsprecher gerufen. Ausgewählte „Botschafter“ sollen ihre Sichtweise in den Sozialen Netzwerken darlegen.
Amazon open door policy has allowed me to speak to Leadership at anytime. Therefore, I have never felt the need for a union. I also have health, dental, and optical benefits that began on my first day, a 401k, PTO to be used as I see fit, and a climate controlled workspace.
— Mary Kate – Amazon FC Ambassador 📦 (@AmazonFCMaryK8) February 4, 2019
Amazon open door policy has allowed me to speak to Leadership at anytime. Therefore, I have never felt the need for a union. I also have health, dental, and optical benefits that began on my first day, a 401k, PTO to be used as I see fit, and a climate controlled workspace.
— Mary Kate – Amazon FC Ambassador 📦 (@AmazonFCMaryK8) February 4, 2019
Das ist ein schlauer Schachzug. Die Sozialen Medien funktionieren nur persönlich. Ein gesichtsloser Konzern tut sich schwer. Die Stimme der Menschen, die ein Unternehmen ausmachen, kann großen Einfluß haben. Sie kann die Marke stärken, die Botschaft verstärken. Employee Advoacy oder Employee Marketing nennt sich ein Ansatz, der auf diesen Effekt setzt. Allein: Amazon missachtet die wichtigste Regel der Social Media: sei authentisch. Die Markenbotschafter kommen rüber wie eine zombieske PR-Armee. Digitales Astroturfing. Weiterlesen