
Nachhaltigkeit in der IT, Teil 1: Rohstoffe – Warum Recycling nur ein Teil der Lösung ist
Ich war rückblickend ziemlich leichtsinnig, als ich mir das Blogthema „Nachhaltigkeit in der IT“ vorgenommen habe, weil ja in diesem Land Rechenzentren wie Pilze aus dem Boden schießen sollen – nicht ahnend, was sich da vor mir auftun wird: die riesige Welt der Rohstoffe, die zementierten Abhängigkeiten und das forcierte Ringen der Politik, um Digitale Souveränität und Resilienz zu fördern. Recycling von Elektroschrott, so meine Eingangsthese, wird es schon richten. Aber das tut es nicht. Es ist ein Teil der Lösung, aber nicht die Rettung.


Eine Antwort
Ich werde ja zum Anhänger von iFixit. Das ist eine nicht ganz uneigennützige Community, die Werkzeuge und Tipps zur Selbstreparatur von elektronischen Geräten bereitstellt. So werden neben den Schraubenziehern für Mini-Schrauben, auch „Öffner“ angeboten, kleine Hebel aus Plastik, mit denen sich Geräte öffnen lassen, die sich normalerweise wehren oder wo man Gefahr läuft, das Gerät bei der Öffnung zu zerstören. Mein altes Windows-10-Notebook, das ich aufgrund seiner Kompaktheit so liebe, hat mit Anleitung und Werkzeug von iFixit einen neuen Akku bekommen und läuft jetzt wieder einwandfrei – mit Zorin Linux. Wenn man hauptsächlich im Web unterwegs ist, ist der Unterschied zu Windows kaum bemerkbar. Dafür telefoniert Linux auch nicht ständig nach Redmond 😉 Nächstes Projekt ist der alte JBL Bluetooth-Lautsprecher, dessen Akku nicht mal mehr den Betrieb am Netzteil zulässt. Auch dafür gibt es Werkzeuge und Ersatzteile bei iFixit, für einen mittleren zweistelligen Betrag. Zwei Geräte, die für den Hausgebrauch locker noch ausreichend sind und noch ein paar Jährchen nicht auf dem Müll landen werden.